Allgemeines zur Arbeitsgemeinschaft Luftkriegsgeschichte Rhein/Mosel e.V.
Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Luftkriegsgeschichte Rhein/Mosel e.V. beschäftigen sich zum Teil schon seit mehreren Jahrzehnten mit der Luftkriegsgeschichte in der Zeit von 1939 bis 1945 hauptsächlich im Rhein- und Moselland.
Dazu arbeiten wir mit wissenschaftlichen Einrichtungen, Institutionen, Behörden – vor allem Bodendenkmalbehörden – und Archiven, sowohl im In- wie im Ausland, zusammen. Ein satzungsgemäßer Schwerpunkt unserer Arbeit ist, in Kooperation mit dem Volksbund für Kriegsgräberfürsorge, der Deutschen Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen Deutschen Wehrmacht (WASt) sowie den entsprechenden ausländischen Organisationen/Dienststellen, die Aufklärung des Schicksals vermisster Luftfahrzeugbesatzungen.
Organisatorisches
Bevor ein Flugzeugabsturz endgültig geklärt werden kann, muss meistens eine Menge organisatorischer und oftmals detektivischer Arbeit geleistet werden. Am Anfang stehen zumeist die Aussagen von Zeitzeugen oder Archivhinweise. Daraufhin erfolgt in einem zweiten Schritt eine Geländeerkundung, die eine Inaugenscheinnahme der Oberfläche beinhaltet. In der Regel können dabei die Aussagen/Hinweise durch Kleinfunde auf der Erdoberfläche bereits bestätigt werden. Zur Eingrenzung des Fundortes sowie zum Aufspüren tiefer liegender Flugzeugtrümmer wurde das Gelände nach Einholung der notwendigen Genehmigungen sondiert.
Um gegebenenfalls eine fachmännische Bergung, Identifizierung und würdige Beisetzung der Gefallenen sicherzustellen, werden zunächst vor allem die zuständigen Bodendenkmalbehörden, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge bzw. die entsprechenden ausländischen Organisationen/Dienststellen einbezogen.
Fundauswertung: Vom ersten Anhaltspunkt auf eine Absturzstelle bis zur Aufklärung der Hintergründe und des Schicksals der Besatzung vergehen häufig Monate, oft Jahre. Anhand der gefundenen Aluminiumfetzen, Kunststoffreste, etc. lassen sich oft schon vor Ort Rückschlüsse auf Nationalität und Maschinentyp des Flugzeuges ziehen. Bis zur endgültigen Klärung des Schicksals der Besatzung sind dann aber oftmals noch umfangreiche weitere Recherchen notwendig.
Sinnfrage
Ein besonderer Erfolg für uns ist es, wenn wir einem unbekannten, gefallenen Flieger wieder zu seinem Namen verhelfen und seinen Angehörigen Klarheit über sein Schicksal verschaffen können. Bei unserer Arbeit erfahren wir immer wieder aufs Neue die ganze Erbarmungslosigkeit und Sinnlosigkeit des Krieges.
Um daran zu erinnern, stellen wir manchmal zusammen mit engagierten Mitbürgern und Angehörigen einen Gedenkstein oder ein Kreuz an einer Absturzstelle auf, halten Vorträge zum Thema Luftkriegsgeschichte, organisieren Ausstellungen und veröffentlichen Ergebnisse unserer Arbeit u. a. in der Presse und in eigenen Publikationen.