Unsere Dauerausstellung des Dokumentationszentrum Luftkrieg e. V.
Überreste, Erinnerungen und Erzählungen - Was vom Luftkrieg übrig bleibt Dauerausstellung in Vogelsang 42, Malakoff-Gebäude West
Die Dauerausstellung ist ein ehrenamtliches Projekt der AG Luftkriegsgeschichte Rhein/Mosel e.V. (im Folgenden: AG). Seit mehreren Jahrzehnten setzen sich die Mitglieder des Vereins intensiv mit der Geschichte des Luftkriegs und dessen Folgen in den Jahren 1939 bis 1945 auseinander. Um Einzelschicksale aus damaligen Luftkriegsereignissen zu klären, kooperiert der Verein eng mit wissenschaftlichen Einrichtungen, Behörden (insbesondere den regionalen Bodendenkmalbehörden), Archiven und Museen im In- und Ausland.
Ziel des Vereins ist es nicht nur, diese Forschungsergebnisse zu sammeln, sondern sie auch der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, um das Bewusstsein für die Auswirkungen des Luftkriegs in dieser Region zu schärfen und eine nachhaltig kritische Erinnerungskultur zu fördern. Im Rahmen der Dauerausstellung wurde und wird die AG durch eine Steuerungsgruppe unter Leitung des LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte fachlich-inhaltlich sowie organisatorisch unterstützt. Darüber hinaus sind beteiligt: Vogelsang iP, das Museum Zitadelle Jülich sowie zeitweise das Militärhistorische Museum Berlin-Gatow und lokale Akteure.
Die Steuerungsgruppe begleitet die Dauerausstellung und sichert die Qualität der Ausstellung. Die ehrenamtliche Tätigkeit der AG in Zusammenarbeit mit etablierten Häusern und Institutionen im Bereich der Museen und der Geschichtswissenschaft hat Modellcharakter und kann als Vorbild für andere Vereine und Regionen dienen. Mit Unterstützung der Steuerungsgruppe konnten Fördergelder der LVR-Kultur- und Museumsförderung, der NRW-Stiftung und der Leader-Region Eifel eingeworben werden. Damit wurde eine wissenschaftliche Stelle geschaffen, die die Entwicklung der Ausstellung betreut. Im Rahmen dieser Stelle entstand unter anderem ein Ausstellungs- und Vermittlungskonzept; die Inhalte für die Ausstellung wurden ausgearbeitet.
Die Besuchenden werden in der Ausstellung mit den regionalen Ausprägungen des Luftkrieges konfrontiert ... wie kam er in die Region, wie sah die Propaganda aus und welche Blickwinkel der NS-Gesellschaft gab es? Anhand mehrerer Vermittlungsstationen werden dabei multiperspektivisch auch Themen wie Luftschutz, Kriegsgefangenschaft und Zwangsarbeit behandelt. Im Mittelpunkt der Stationen stehen archäologische Überreste aus dem Luftkrieg, die aus der Sammlung der AG stammen und in der Region rund um den Ausstellungsort gefunden wurden. Damit wird auch ein Beitrag zur Dekonstruktion zeitgenössischer Narrative geleistet. Die Ausstellung soll ein möglichst breites Publikum ansprechen und wird als ein inklusiver Ort der historisch-politischen Bildung geplant. Sie versteht sich auch als Beitrag zu einer besseren Kontextualisierung des Gesamtkomplexes Vogelsang, denn nicht wenige Flugzeuge starteten direkt vom hiesigen Flugplatz aus. Das Design wurde durch die Berliner Agentur Franke-Steinert geplant und umgesetzt. Die Fördermittel der NRW-Stiftung machten das möglich. Es ist eine mehrjährige Anlaufphase zur Etablierung der Dauerausstellung und der Evaluation des Vermittlungsangebots geplant.
Die Ausstellung ist seit 12.09.2026 eröffnet. detaillierte Informationen zur Dauerausstellung finden Sie hier
| Umbauphase | nach Eröffnung |
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